Vergewaltigung bei Leihgestern frei erfunden

Aus Falschbeschuldigung
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Am 5. Dezember 2013 teilte die Staatsanwaltschaft und Polizei mit, fand die am 6. November von einer Frau bei Leihgestern der Polizei gemeldete Vergewaltigung nicht statt. Dies habe die 27-Jährige am Dienstag der Polizei gestanden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Sofort eingeleitete Ermittlungen und eine Fahndung verliefen deshalb damals erfolglos. Noch am Abend leuchtete die Feuerwehr für die Polizei den vermeintlichen Tatort am Wasserhäuschen aus, um Spuren zu sichern. Zu Beginn der Ermittlungen wurde beim Polizeipräsidium in Gießen eine 20-köpfige Sonderkommission mit Polizeibeamten aus unterschiedlichen Kommissariaten eingerichtet. Mithilfe des Landeskriminalamtes wurde ein Phantombild des angeblichen Täters gefertigt und veröffentlicht. 236 Hinweise, insbesondere nach der Veröffentlichung des Phantombildes, gingen, wie es in dem Schreiben der Ermittler heißt, bei der »Soko Wasserhaus« ein. Zahlreiche Männer gerieten so in den Fokus der Ermittlungen und wurden von den Beamten der Soko kontaktiert. 43 Männer gaben freiwillig ihre DNA-Proben ab. Weiter informieren die Behörden: »Polizei und Staatsanwaltschaft danken den Überprüften für ihr Verständnis. Die DNA-Proben und Unterlagen wurden nur für diesen einen Fall gefertigt. Sie werden nun anschließend wieder vernichtet und nicht zu weiteren Untersuchungen verwendet.«[1]

Es gibt keine Hinweise das ein Verfahren wegen Vortäuschung einer Straftat eingeleitet wurde.

Einzelnachweise

  1. Ermittler: Vergewaltigung bei Leihgestern frei erfunden, Gießener Allgemeine am 5. Dezember 2012