Für 500 Euro ein Leben ruiniert

Aus Falschbeschuldigung
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Weil sie gegenüber ihrem Vater ein Verhältnis mit einem seiner Angestellten vertuschen wollte, schwärzte eine junge Frau den 37-Jährigen an. Der Vorwurf der Vergewaltigung hatte fatale Folgen.

Heikler Fall vor dem Amtsgericht Freising, das sich mit dem Schicksal eines 37-jährigen Mannes auseinander zu setzen hat. Der Mann hatte vor drei Jahren ein Verhältnis mit der Tochter seines Chefs. Kein besonders smarter Schachzug, aber dennoch legitim. Weil die Sache jedoch relativ schnell aufflog, sah sich die damals 17-Jährige in der Zwickmühle und bezichtigte den 37-Jährigen der Vergewaltiung.

Damit ruinierte sie das Leben des jungen Mannes, da die Lüge fatale Folgen für den Angeklagten hatte. Abgesehen von den seelischen Qualen verlor er seinen Job und auch sein sozialer Ruf wurde massiv in Mitleidenschaft gezogen. Dies verdeutlichte auch der Richter am Amtsgericht Freising: "Bei so einer Sache bleibt immer etwas hängen – egal, wie sie ausgeht."

Dennoch verurteilte er die heute 20-Jährige nach dem Jugendstrafrecht. Dem Richterspruch gemäß, hat die junge Frau 50 Sozialstunden abzuleisten und dem 37-Jährigen 500 Euro Schmerzensgeld zu zahlen.[1]

Einzelnachweise

  1. Wochenblatt: Fatale Lüge: Vergewaltigung frei erfunden!